Sie möchten sich im Bereich der guten wissenschaftlichen Praxis oder allgemein zum wissenschaftlichen Arbeiten weiterbilden? Die JGU bietet verschiedene Kurse und Selbstlernmaterialien dazu an:
Wer in der Wissenschaft tätig ist, hat meist eine genaue Vorstellung davon, was ‚redliche Wissenschaft‘ bedeutet. Aber das eigene Ideal lässt sich nicht immer in die Praxis übersetzen.
Doch wo liegt die Grenze zu wissenschaftlichem Fehlverhalten? Und was kann man unternehmen, wenn man diese Grenze überschritten sieht? In diesem Workshop wird vermittelt, wie man:
- Regeln & Werte guter wissenschaftlicher Praxis richtig anwendet
- Korrekt mit Forschungsdaten umgeht
- Sich im Publikationssystem richtig bewegt
- Fremdes geistiges Eigentum korrekt nutzt (statt ungewollt zu plagiieren)
- Fehlverhalten erkennt, Konflikte löst & seine Forschung schützt
Das Open Science Zertifikat der Universitätsbibliothek Mainz vermittelt Grundlagen und praktische Ansätze der offenen Wissenschaft. Teilnehmende lernen, wie sie Forschung transparenter gestalten, ihre Ergebnisse frei zugänglich publizieren und Forschungsdaten nachhaltig teilen können. Der Kurs kombiniert Online-Selbstlernphasen, mit virtuellen Live-Terminen und einem Präsenztreffen (Insgesamt ca. 12 Stunden). Inhaltlich umfasst er Basismodule zur Einführung in Open Science, Open Access und Open Data sowie ein Wahlmodul (z. B. Citizen Science, OER oder Wissenschaftskommunikation). Das Angebot richtet sich vor allem an Promovierende und fortgeschrittene Masterstudierende.
In diesem ca. 2,5-stündigen Selbstlernkurs erfahren Sie mehr über den Lebenszyklus von Forschungsdaten, Datenmanagementplänen, Metadaten und Metadatenstandards, FAIR- und CARE-Prinzipien, Datenqualität, Datenorganisation, Datenspeicherung und -archivierung und rechtliche Aspekte des Forschungsdatenmanagements. Der Kurs basiert auf einem Selbstlernkurs von HeFDI (Hessische Forschungsdateninfrastruktur) und wurde für die JGU angepasst. Zugang über JGU-Moodle.
Über die Gutenberg Academy (GA) können Sie u.a. Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten besuchen. Auch ein Kurs zur guten wissenschaftlichen Praxis (englischsprachig) findet regelmäßig statt. Alle Termine und Infos dazu finden Sie auf der Seite der GA.
In der Toolbox finden Sie verschiedene Lehr- und Informationsmaterialien der Kompetenzstelle Akademischer Integrität und der campusweiten Schreibwerkstatt der JGU zu akademischer Integrität und wissenschaftlichen Arbeitstechniken.
Die Universitätsbibliothek bietet eine Vielzahl an Kursen zu den Themen Recherchieren, Literaturverwaltungssoftware und Zitate und Plagiate an. Nähere Infos finden Sie direkt auf den Seiten der Universitätsbibliothek.
Wichtige Tipps für Autor*innen finden Sie ebenfalls auf der Seite der Universitätsbibliothek.
Das „Committee on Publication Ethics“ (COPE) hat den umfassenden Selbstlernkurs für Herausgeber von wissenschaftlichen Publikationen entwickelt (An Introduction on Publication Ethics). Das 1. Modul ist frei verfügbar, die anderen Module sind nur für COPE-Mitglieder zugänglich.
„Like in any profession, scientists are frequently faced with dilemmas: Can I exclude particular observations from my research? Can I use exactly the same data set for multiple papers? Should I agree on a colleague being a co-author on a paper to which she has not made a significant contribution? The Dilemma Game confronts researchers with difficult dilemmas in the context of a critical dialogue, supporting them in further developing their own ‚moral compass‘.“
Das Dilemma Game der Universität Rotterdam gibt Ihnen die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Dilemmas im Kontext des wissenschaftlichen Arbeitens auseinander zu setzen. Das Spiel steht im Karten-Format (pdf) oder als App zur Verfügung.
Das KIT bietet kostenfreie Selbstlernkurse im Bereich der guten wissenschaftlichen Praxis an (auf Deutsch und auf Englisch sowie teilweise mit fachlicher Ausrichtung). Über Open Courses des KIT gelangen Sie direkt zu den Kursangeboten.
Das Committee on Publication Ethics (COPE) zielt darauf ab, ethische Aspekte fest im Publikationsprozess zu verankern und unterstützt Herausgeber, Verlage, Hochschulen und Forschungseinrichtungen dabei beispielsweise durch Beratung und Vermittlungsangebote.Es stellt zudem verschiedene Leitlinien („Guidelines“) zur Verfügung, u.a. „Text recycling guidelines for editors“, „Ethical guidelines for peer reviewers“, „Retraction guidelines“ oder „How to handle autorship disputes“.
Das European Network of Research Integrity Offices (ENRIO) ist ein Netzwerk von Expert*innen, die sich auf nationaler Ebene mit gwP und wissenschaftlichem Fehlverhalten befassen. Im ENRIO Handbook on Whistleblower Protection in Research präsentieren sie Empfehlungen und best practice-Beispiele, wie der Hinweisgeberschutz bestmöglich gewährleistet werden kann.
Auf den Seiten der Gutenberg Academy finden Sie umfangreiche Informationen und Unterstützungsangebote für die gesamte wissenschaftliche Ausbildungsphase.
Machtmissbrauch gilt als wissenschaftliches Fehlverhalten (siehe JGU-Ordnung § 20 sowie DFG-Kodex Leitlinie 4 DFG-Kodex Leitlinie 4, siehe auch zusätzliche Ausführungen dazu in der sog. Dritten Ebene des DFG-Kodex: „Vermeidung von Machtmissbrauch“ , „Maßnahmen zum Schutz von Forschenden vor Machtmissbrauch (Sonderfall: sexuelle Belästigung)“). Dennoch tritt Machtmissbrauch in verschiedenen Formen immer wieder und immer noch auf. Wichtig ist daher eine Sensibilisierung für das Thema und die verschiedenen Formen von Machtmissbrauch sowie Kenntnisse über Stellen, die Betroffene beraten und unterstützen können.
Ansprechpartner:
- Informationen zum Thema und Beratung für Betroffene bietet das Netzwerk Machtmissbrauch in der Wissenschaft
- Ombudsperson der JGU
- Stabsstelle Gleichstellung und Diversität (GuD)
- Kompetenzstelle Akademische Integrität
- jeweiligen Gleichstellungsbeauftragen (eine aktuelle Liste finden Sie auf der Homepage der Stabsstelle GuD unter „Kontakt“).
weiterführende Informationen, Empfehlungen, Positionspapiere:
- N2 Positionspapier „Machtmissbrauch und Konfliktlösung“ (2019, Helmholtz Juniors, Promovierende des IPP Mainz, Leibniz PhD Network, Max Planck PhDnet)
- „Informationen zu Machtmissbrauch“ (Philosophische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin): Definition Machtmissbrauch, Fallbeispiele, Maßnahmen
- Leitbild des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD): „Machtmissbrauch in der Geschichtswissenschaft verhindern“ (Mai 2025)
- Cornelia Schweppe (Hrsg.) (2025): Machtmissbrauch an Hochschulen. Analysen und Perspektiven.
Umfassende Informationen zum Thema Open Access sowie Fördermöglichkeiten von Publikationskosten finden Sie auf den Seiten der UB Mainz.
Darin enthalten sind u.a. „Tipps für Autorinnen und Autoren“ zu Lizenzmodellen (Creative Commons Lizenen), Urheberrecht u.a.
Über Think!Check!Submit! gelangen Sie zu einer Checkliste, die Ihnen hilft, zu beurteilen, ob das Journal, in dem Sie publizieren möchten, auch wirklich vertrauenswürdig ist. Auch das Ombudsgremium für die wissenschaftliche Integrität in Deutschland (OWID) hat im Bereich „Publikationspraxis“ eine ganze Reihe an Informationen zu den Themen Preprints, Predatory Journals, Paper Mills und Hijacked Journals zusammengetragen.
Hier finden Sie Informationen zu Predatory Publishing der UB Mainz (deutsche und englische Fassung)
Auf der Homepage der Ständigen Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der DFG finden Sie Informationen zum Thema sowie aktuelle Stellungnahmen der DFG (z.B. zu Rahmenbedingungen für Genehmigungsverfahren, Oktober 2025).
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine umfangreiche Handreichung zum Thema Urheberrecht in der Wissenschaft (2021) herausgegeben mit Informationen für die Bereiche Lehre, Forschung und Bibliotheken. Die Universitätsbibliothek Mainz stellt außerdem umfangreiche Informationen auf ihrer Homepage zur Verfügung und bietet Beratung (Kontakt: urheberrecht@ub.uni-mainz.de) sowie regelmäßig Workshops zum Thema an.
Infofilm von der DFG zum Thema vorurteilsfreie Beurteilung
Angebot der Stabstelle Gleichstellung und Diversität zur Anti-Bias-Sensibilisierung: Selbstlerntool „Unconscious Bias“
Über das Nationale Institut der Wissenschaftskommunikation können Sie sich umfangreich über das Thema der Wissenschaftskommunikation informieren.
Sie planen eine Lehrveranstaltung zum Thema der guten wissenschaftlichen Praxis oder wollen in Ihrer bestehenden Lehrveranstaltung das Thema integrieren? Sie suchen Ideen und Übungen zum Thema wissenschaftliches Fehlverhalten? Oder wollen Sie sich über Plagiatsdetektionssoftware informieren? Dann werfen Sie einen Blick auf die verlinkten Seiten.
Einen umfangreichen Leitfaden zur Erstellung von Lehrveranstaltungen zum Thema gute wissenschaftliche Praxis finden Sie im Curriculum für Lehrveranstaltungen zur guten wissenschaftlichen Praxis von Gerlinde Sponholz.
In der Toolbox der Kompetenzstelle Akademischer Integrität und der campusweiten Schreibwerkstatt finden Sie u.a. Übungen zum Thema Prävention von wiss. Fehlverhalten und Informationsmaterialien zum Thema Kontrolle und Sanktionen. Für den Zugriff auf diese Materialien brauchen Sie einen JGU Mitarbeiter*innen-Account.
On Being a Scientist ist ein Film der Universität Leiden, der sich mit der Frage beschäftigt, was (gute) Wissenschaftler*innen ausmachen, wie der Forschungsalltag aussieht und behandelt dabei auch sehr anschaulich verschiedene Aspekte von guter wissenschaftlicher Praxis bzw. wissenschaftlichem Fehlverhalten. Er ist in thematische Episoden untergliedert, die sich als Fallbeispiele in Lehrveranstaltungen einbauen lassen.
Bei Integrity Games können Studierende verschiedene Szenarien zu Themen der guten wissenschaftlichen Praxis interaktiv durchspielen (aktuell nur auf Englisch verfügbar). Idealerweise folgt auf die Arbeit mit dem Selbstlerntool, eine Diskussion der Fälle und Problematiken im Unterricht. Die Fallbeispiele können jedoch auch einzeln im Unterricht eingesetzt werden, um gezielt bestimmte Themen anzusprechen.
- Selbstlernkurs „Fremde Federn Finden“ von Debora Weber-Wulff (CC-BY-NC-SA)
- Umfangreiche Informationen zum Thema Plagiatsdetektionssoftware sowie Softwaretests finden Sie auf dem „Portal Plagiat“ der HTW Berlin (Hinweis: Den aktuellsten Softwaretest von 2020 finden Sie hier).
- Liegt ein Verdachtsfall einer Prüfungsarbeit vor, werfen Sie unbedingt einen Blick auf unsere Homepage FAQ zur softwaregestützten Plagiatsprüfung der JGU
Englischsprachige Plattform zum Thema Forschungsethik und wissenschaftliche Integrität mit Lehr- und Informationsmaterialien: „The Embassy is a community platform offering support in handling day-to-day research practices and dilemmas. The platform is a wiki – allowing users to contribute their knowledge and expertise.“
Innerhalb des EU-Projekts Path2Integrity wurden eine Reihe von Lehrmaterialien erarbeitet, die in Lehrveranstaltungen für BA- oder MA-Studierende eingesetzt werden können.